So funktioniert der ATP-TCA-Test

Sie senden eine Probe des Tumorgewebes in einem Teströhrchen an L.a.n.c.e. Mit der daraus gefertigten Tumorzellensuspension inkubieren wir bis zu 21 verschiedenen Zytostatika bzw. Zytostatika-Kombinationen 5 bis 7 Tage lang auf einer Matrix. Darauf können nur Tumorzellen wachsen, normale Gewebezellen sterben ab.

Nach einer ATP-Extraktion messen wir die ATP-Konzentration in den Krebszellen. ATP ist der wesentliche Energielieferant der Zelle. Schnell wachsende Zellen erhalten viel, ruhende Zellen weniger ATP. Sind Zellen letal geschädigt, fällt ihr ATP-Gehalt auf Null ab. Im ATP-TCA-Test dient das zelluläre ATP als indirektes Maß für die Anzahl vitaler Zellen.

Durch den Vergleich behandelter mit unbehandelten Krebszellen können wir bestimmen, welche Zytostatika wachstumshemmend auf den Tumor wirken und welche nicht: Denn je weiter der ATP-Gehalt in den Krebszellen absinkt, umso wirkungsvoller ist ein Zytostatikum.

Wir testen routinemäßig 5 bis 7 Tage lang sechs verschiedene Konzentrationen pro Chemotherapie-Regime, von ultrahohen bis zu subtherapeutischen Dosierungen. Dadurch werden nicht nur zelltoxische Effekte, sondern auch eventuelle Gegenmaßnahmen der Tumorzelle sicher erfasst.